Depression

Depression ist eine Gemütskrankheit – das ist die  Krankheit der Stimmung.

Depression ist eine psychische Störung des Erlebens und Befindens (Stimmung als Erleben des Körpers, der psychisch-vitalen Kraft und des existenziellen Weltbezugs), die existenziell in einem gestörten Werterleben und in einer zurückhaltenden Haltung zum Leben besteht.

 

Alfred Längle führt die Depression auf einen defizitären Grundwert zurück, die mit einer ablehnenden Haltung zum Leben verbunden ist (psychisch: „Ich mag nicht leben“, existenziell: „Es ist nicht gut, dass es mich gibt“).

 

Kurz zusammengefasst geht es bei der Depression um die persönliche Beziehung zum Leben und die daraus resultierende Haltung zum Leben. Es geht in der Psychotherapie primär um die Zuwendung zu einem Verlust beziehungsweise generell um die Zuwendung zu einem Schmerz, damit das Leben mögen wieder seinen Platz finden kann, man glücklich werden kann.

 

Wichtig ist, zwischen Depression und Trauer zu unterscheiden:

Unterscheidung zwischen Depression und Trauer:

Trauer

 

Trauern über etwas

Aktiver Prozess -> Verarbeitung eines Verlustes

Affektivität: nicht blockiert

Entschlussfähigkeit, Liebesfähigkeit, Fähigkeit zur Freude sind erhalten.

Die Arbeit kann gemacht werden.

Positiver Selbstwert

Es lebt ein Gefühl, aufwallend, konvulsiv (zum Beispiel: Weinkrampf)

Gedanken sind bei dem, was verloren gegangen ist: intentional (eher „draußen“)

Haltung: Der Trauernde will traurig sein, er will nicht lachen.

Es kommt etwas Tröstliches zum Vorschein, Tröstliches wird angenommen.

-> AKTIVE VERARBEITUNG

Depression

Leiden unter Depression

Passiver Gefühlszustand, gelähmt

Affektivität: negativ fixiert

Entschlussfähigkeit, Liebesfähigkeit, Fähigkeit zur Freude sind nicht erhalten.

Die Arbeitsfähigkeit ist stärker reduziert.

Negativer Selbstwert

Gefühllos beziehungsweise nur negative Gefühle, immer gleich

Gedanken kreisen um die eigene Ohnmacht, Schuld, Versagen, Befindlichkeit, Ängste

Der Depressive will nicht depressiv sein.

Nur Negatives taucht auf, ist wie dunkler Nebel, kalt, leblos.

 

-> LÄHMUNG

Ursachen für Depression

Ursachen bei depressiven Menschen können

  • Trennung von Lebenswerten (zum Beispiel Verluste),

  • blockierte Emotionalität (zum Beispiel Traumatisierung, mangelhafte Grundwertinduktion) und

  • Mangel an vitaler Kraft zum Beispiel bei endogener Depression, depressive Persönlichkeitsstörung sein.

Copingreaktionen

Die depressiven Copingreaktionen (=Schutzreaktionen) sind

  • Rückzug (Regression)

  • Leisten-Müssen bzw. Entwerten

  • (beziehungssuchende) Wut und

  • Erschöpfung und Resignation

Behandlung von Depressionen

Die Depression wird sehr gut medikamentös in Begleitung mit einer Psychotherapie (=Gesprächstherapie) behandelt.

Psychotherapie ist ein Prozess und je nach Schweregrad und Bestehen der Depression von unterschiedlich langer Dauer.

Wenn Sie selbst von Depression betroffen sind oder Angehöriger eines Menschen mit einer Depression oder nicht ganz sicher sind, ob Sie auch unter einer Depression leiden, dann kontaktieren Sie mich unter 0699/ 110 57 170 oder mittels Kontaktformular.

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