Borderline-Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung sind gekennzeichnet durch ein durchgängiges Muster von Instabilität hinsichtlich des Selbstbildes, der zwischenmenschlichen Beziehungen und der Stimmung.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist fast immer kombiniert mit andauernder, unterschiedlich ausgeprägter Identitätsstörung, die sich in Unsicherheit hinsichtlich Selbstbild, sexueller Orientierung, langfristigen Zielen oder Berufswünschen, persönlichen Wertvorstellungen etc. äußert.

Die Borderline- Betroffenen neigen zu impulsiven Handlungen, insbesondere im Rahmen von Aktivitäten, die potenziell selbstschädigend sind:

  • Missbrauch von Drogen

  • Ladendiebstähle und andere Straffälligkeiten,

  • Fressanfälle,

  • Promiskuität (=Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern ohne dauerhafte Bindung),

  • verschwenderische Einkäufe, oder auch

  • direkte Selbstschädigung,

  • Selbstverstümmelung,

  • Suizidversuche.

 

Häufig besteht gleichzeitig eine pessimistische oder antisoziale Einstellung bei Borderline- Betroffenen.

Die Fähigkeit zur Realitätsprüfung, also zur Unterscheidung zwischen Phantasien, Befürchtungen, Gedanken, Hoffnungen und tatsächlichen Vorgängen können in emotional belastenden Situationen nur mühevoll, manchmal gar nicht aufrecht erhalten werden (Identitätsdiffusion).

Borderline- Betroffene können Spannungen und Konflikte vor allem im zwischenmenschlichen Bereich bzw. bei aggressiv getönter Emotion besonders schlecht ertragen bzw. psychisch verarbeiten.

In solchen Situationen kann es bei Menschen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung auch zu kurzfristigen psychotischen Einbrüchen kommen.

Kennzeichen bzw. Schnellcheck einer Borderline-Persönlichkeitsstörung:

  • Sie haben Probleme mit dem Alleinsein – sind beispielsweise in einer unglücklichen Beziehung und können sich nicht trennen, weil Sie Angst haben vor dem Alleinsein?

  • Sie kennen das Muster von instabilen und intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, das sich durch einen Wechsel zwischen extremer Idealisierung und Abwertung auszeichnet?

  •  Sie leiden an einer Identitätsstörung, haben eine ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder kein Gefühl für sich selbst?

  •  Sie neigen zur Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen? (z.B. Geldausgeben, Sex, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, Fressanfälle).

  •  Wiederkehrende Suiziddrohungen, -andeutungen oder –versuche oder selbstschädigendes Verhalten sind Ihnen bekannt?

  •  Instabilität, die durch eine ausgeprägte Orientierung an der aktuellen Stimmung gekennzeichnet ist (zum Beispiel starke Niedergeschlagenheit über einen gewissen Zeitraum, Reizbarkeit oder Angst, üblicherweise wenige Stunden und nur selten einige Tage länger andauernd).

  •  Sie kennen ein chronisches Gefühl der Leere?

  •  Sie kennen unangemessene, starke Wut oder Schwierigkeiten, Wut oder Ärger zu kontrollieren (zum Beispiel häufige Wutausbrüche, andauernder Ärger, wiederholte Prügeleien).

  •  Vorübergehende, stressabhängige paranoide Vorstellungen

Psychotherapie ist ein Prozess und je nach Schweregrad der Borderline- Persönlichkeitsstörung von unterschiedlich langer Dauer.

Wenn Sie sich oder einen Angehörigen in einen oder mehreren Punkten im oben beschriebenen Schnellcheck finden, dann können Sie mich gerne bzgl. einer genauen Abklärung unter 0699/ 110 57 170 oder über das Kontaktformular kontaktieren.

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